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Die Anlage eines Rasens wirkt oft einfach – säen, gießen und warten. Die Realität sieht jedoch oft anders aus. Viele Menschen legen ihren Rasen selbst an, unterschätzen jedoch die Bodenvorbereitung oder wählen den falschen Zeitpunkt. Das Ergebnis ist ein lückenhafter Bewuchs, Unkraut oder unschöne Flecken.
Ob Sie einen Rasen bei einem Neubau auf blanker Erde anlegen oder wissen möchten, wie man einen neuen Rasen auf einem alten anlegt – der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Einhaltung der technologischen Pausen und der richtigen Aussaattechnik.
Wenn Sie überlegen, wann Sie einen Rasen anlegen sollen, gibt es grundsätzlich zwei geeignete Zeiträume:
ACHTUNG: Säen Sie niemals an tropischen Tagen aus, an denen die Temperaturen 25 °C überschreiten. Die Samen könnten austrocknen, bevor sie Wurzeln schlagen können.
Bevor Sie sich damit beschäftigen, wie man einen Rasen richtig anlegt, müssen Sie den Untergrund perfekt vorbereiten. Bei Neubauten ist der Boden häufig durch schwere Maschinen verdichtet und voller Bauschutt.
Vorgehensweise zur Untergrundvorbereitung:
Sobald Sie den Boden geebnet und von Steinen befreit haben, können Sie mit der eigentlichen Aussaat beginnen. Die Anlage eines Rasens durch Aussaat ist günstiger als das Verlegen von Rollrasen, erfordert jedoch mehr Geduld.
ACHTUNG: Beim Gießen dürfen sich keine Pfützen bilden. Ein starker Wasserstrahl könnte die Samen an eine Stelle spülen oder eine undurchlässige Kruste auf der Oberfläche bilden. Für einfacheres Gießen können Sie einen Bewässerer verwenden.
Die Anlage eines Rasens auf Lehmboden ist anspruchsvoller aufgrund der schlechten Wasserdurchlässigkeit und des Luftmangels im Boden. Ton neigt dazu, Wasser zu speichern, was zu Wurzelfäule führen kann. Entscheidend ist daher, den Boden deutlich aufzulockern – am besten durch das Einarbeiten von Quarzsand und Kompost bis in eine Tiefe von mindestens 15–20 cm. Hilfreich ist auch ein gründliches Auflockern des Bodens und gegebenenfalls das Anlegen eines leichten Gefälles, um überschüssiges Wasser abzuleiten. Ohne diese Pflegemaßnahmen ist der Rasen meist lückig und anfällig für Moosbildung.
Das Anlegen eines Rasens im Sand hat das umgekehrte Problem – der Boden ist zwar gut durchlässig, hält aber Wasser und Nährstoffe sehr schlecht. Der Rasen kann dadurch schnell austrocknen und vergilben. Vor der Aussaat ist es daher notwendig, den Boden mit einem hochwertigen Substrat, Kompost oder Gartenerde anzureichern, um die Wasserspeicherfähigkeit zu verbessern. Wichtig ist auch eine regelmäßigere Bewässerung, besonders in den ersten Wochen nach der Aussaat, wenn die Samen eine stabile Feuchtigkeit für eine ordnungsgemäße Keimung benötigen.
Wenn Sie sich fragen, wie Sie einen neuen Rasen auf einem alten anlegen können, ist es entscheidend, die Entfernung des ursprünglichen Bewuchses nicht zu unterschätzen. Die Aussaat in altes Gras oder Moos funktioniert meistens nicht – das neue Saatgut hat keinen Kontakt mit dem Boden und keimt schlecht. Deshalb muss der alte Rasen entweder mechanisch entfernt werden (z. B. mit einem Sodenschneider) oder absterben gelassen und anschließend eingearbeitet werden. Erst danach macht es Sinn, mit dem Standardverfahren fortzufahren. Dieser Schritt nimmt zwar mehr Zeit in Anspruch, erhöht jedoch deutlich die Chance auf einen gleichmäßigen und dichten neuen Rasen.
Die Anlage eines Rasens bei einem Neubau hat ihre Besonderheiten – der Boden ist häufig stark durch Baumaschinen verdichtet, mit Verunreinigungen durchmischt und nährstoffarm. Zunächst müssen daher Baureste entfernt und der Boden gründlich bis zu einer Tiefe von mindestens 20 cm gelockert werden. Anschließend wird empfohlen, hochwertige Erde oder Kompost aufzufüllen, um sowohl die Bodenstruktur als auch die Wasserspeicherfähigkeit zu verbessern. Vor der eigentlichen Aussaat ist es sinnvoll, den Boden einige Tage lang sich setzen zu lassen und ihn anschließend erneut leicht zu ebnen. Eine sorgfältige Untergrundvorbereitung ist bei Neubauten entscheidend – ohne sie hat selbst hochwertiges Saatgut keine Chance, einen dichten und gesunden Rasen zu bilden.
Auch wenn Sie die grundlegenden Schritte zur Anlage eines Rasens einhalten, können einige Fehler das Ergebnis völlig zunichte machen:
Sie fragen sich, wie hoch die Kosten für die Anlage eines Rasens sind? Preis hängt vor allem von der Saatgutqualität und dem Bedarf an Untergrundaufbereitung ab. Während das Saatgut für 100 m² nur ein paar Hundert Kronen kostet, können die Kosten für die Anlieferung von hochwertigem Substrat oder Quarzsand bei lehmigen Böden höher ausfallen.
TIPP VON SANITINO: Investieren Sie in eine hochwertige Bewässerung. Gartenpistolen und Sprinkler sparen Ihnen stundenlange Arbeit und sorgen dafür, dass der Rasen gleichmäßig auf der gesamten Fläche aufgeht.
Egal, ob Sie einen neuen Rasen anlegen oder den gesamten Rasen bei einem Neubau gestalten möchten, eines gilt immer: Je sorgfältiger der Anfang, desto weniger Arbeit haben Sie in den folgenden Jahren.